Themenbild Kultur

Ausstellungen in der Galerie Rüttihubelbad

28. Mai bis 28. August 2016

Schriftbilder von Lisa Pfister

Die neuste Bildserie der Freiburger Künstlerin Lisa Pfister lädt zu achtsamen Verweilen und Nachdenken ein. Die meist monochromen Bilder beeindrucken durch ihre suggestive Kraft und ihre skripturale Sprache. Haarfeine Kräusellinien und filigrane Strukturen in den mit Bimssteinpaste versehenen Oberflächen lassen das Betrachten der Acrylbilder zu einem sinnlich-taktilen Erlebnis werden. Die Farbpalette reduziert sich auf verschiedene Blau- und Grüntöne und Weiss mit all deren vielfältigen Schattierungen und verleiht den Bildern eine ganz besondere Intensität und Ästhetik.

Dem schöpferischen Entstehungsakt ihrer Schriftbilder widmet Lisa Pfister besondere Aufmerksamkeit. Nachdem sie in langwieriger Arbeit auf die Leinwand mehrere Farbschichten aufgetragen hat, ritzt die Künstlerin mit scharfen Gegenständen beidhändig in dynamischen Bewegungen Zeichen und Linien ein. Dabei entstehen Muster und Schriftbänder, die wie Momentaufnahmen Szenen eines fortwährenden Kommunikationsstroms einfangen.

In ihrem Schaffen beschäftigt sich Lisa Pfister seit Jahren mit Zeichen und Symbolen. Daraus hat die Künstlerin eine kryptische Zeichensprache entwickelt, die zugleich faszinierend wie geheimnisvoll ist und in ihren jüngsten Bildkompositionen zum bestimmenden Thema wird. Ausgehend davon, dass unserer Wahrnehmung und unserem Wissen subjektive Grenzen gesetzt sind, versucht sie sich in ihren Bildern unergründlichen Phänomenen anzunähern, ohne erklären oder deuten zu wollen. Claudia Wohlhauser, Kunsthistorikerin

 

Vernissage: Samstag, 28. Mai 2016, 17:00 Uhr

Die Ausstellung ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

Galeriekonzert im Rahmen der Ausstellung:

Sonntag, 21. August, 15:30 Uhr
Zwischen Traum und Wirklichkeit
Vera Wenkert, Dramatischer Sopran
Daniel Mauerhofer, Bass
Boris Chnaider, Klavier
Opernarien und Lieder von Wagner, Strauss, Schubert und anderen

 

Kollekte zu Gunsten der Künstler

 

 

8. Oktober bis 13 November 2016

Abstrakter Realismus, Visionen und Fabelwesen
Bilder von Mara Algethi
Skulpturen von Andrea Wedel

Geboren im Februar 1944 im Allgäu, fand Mara Algethi schon mit zwei Jahren den Zugang zur Welt der Zeichnungen und Farben.

Nach der Matura in Berlin studierte Mara Algethi an der Hochschule für Bildende Künste am Steinplatz ihre geliebte Malerei und Photographie. Favoritin blieb trotz ihrer Begeisterung fürs Fotografieren die Malerei. Weitere Studien bei freischaffenden Künstlern führten sie über die Hinwendung zu den Impressionisten zum Expressionismus, gefolgt von den Fauves, der Wiener Schule, dem fantastischen Realismus, was sich als Gestaltungselement auch heute noch  in ihren Werken spiegelt. Diverse Ausstellungen in verschiedenen Städten Deutschlands und der Schweiz brachten Mara Algethi einen guten Kundenstamm und Aufträge speziell in der Porträt-  und Tiermalerei.  

Seit 1997 wohnt Mara Algethi in Solothurn und hat weiterhin bei etlichen Ausstellungen mitwirken können, u. a. Galerie Näijerehuus in Hersiwil, Kunst-Expo Bern, Samba-Congress in Lausanne, Kunstforum International in Meisterschwanden, im November 2012 group exhibition Broadway, Gallery NYC, NY, Kunstsupermarkt Solothurn.

Die heutige Malweise von Mara Algethi könnte man sowohl dem Expressionismus als auch dem abstrakten Realismus zuordnen, wobei ihre Werke eigentlich kein Etikett benötigen, denn sie möchten in Bezug auf Weite und Intensität immer den Rahmen sprengen.

In ihren oft visionären Landschaftsgemälden wird der Betrachter in ferne Lande oder auch ganz vertraut anmutende Orte entführt und gefangen genommen von den zarten oder auch höchst intensiven Farben. Bei genauerem Hinschauen zeigen sich oft noch zarte Wesen wie Feen oder Elfen im Bild. Auch die Porträts und Tierbilder suchen den direkten Kontakt und laden zum Dialog ein.

Die 3-Dimensionalität ihrer Bilder findet eine ideale haptische Ergänzung in den Werken ihrer Tochter Andrea Wedel, die sich aus ihrer Freude am Formgeben der Bildhauerei zuwandte und aus den Werkstoffen Marmor und Speckstein in sorgfältiger Arbeit geheimnisvolle Figuren und Fabelwesen entstehen lässt.

Gemeinsam ist beiden Künstlerinnen, dass sie schon in frühester Jugend ihre Vorlieben entdeckten und dass man zum Betrachten ihrer Werke vor allem eines braucht:  Zeit, um sich auf eine Botschaft einlassen zu können

Vernissage: Samstag,  8. Oktober 17:00 Uhr

Die Ausstellung dauert vom 8. Oktober bis 13. November 2016 und ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

4. Dezember 2016 bis 18. Januar 2017

Ikonen: Fenster zur Ewigkeit
Eine Ausstellung von
Sandra Schneider-Pedrini

Für uns westlichen Menschen sind Ikonen in erster Linie Kunstgegenstände, für die orthodoxen Christen sind sie Fenster zum Himmel. Die Altarschranke ist die Ikonostase, die Grenze, die Schwelle zwischen sichtbar und unsichtbar.

Die ausgestellten Bilder stellen eine Retrospektive der Werke dar, die Sandra Schneider seit 2005 gemalt hat.

Es werden Reproduktionen alter Ikonen, wie auch die Verarbeitung eigener Motive gezeigt.

Vernissage: Sonntag, 4. Dezember, 17:00 Uhr
Einführung: Marcus Schneider