Themenbild Kultur

Ausstellungen in der Galerie Rüttihubelbad

11. Juli – 27. August

Das Rüttihubelbad von 1725 bis heute

Es wird die fast 300-Jährige Geschichte des Rüttihubelbad gezeigt in Bildern und Objekte

Die Ausstellung ist täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
Bei Abendveranstaltungen ist die Ausstellung offen bis Vorstellungsbeginn. 

Der Eintritt ist frei

Margarete Day, Bilder 2. September bis 15. Oktober

Vernissage: Samstag, 2. September 2017, 17:00 Uhr
Die Ausstellung ist täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei

Seit einigen Jahren wohnt die Künstlerin Margarete Day im Alterswohn- und Pflegeheim Rüttihubelbad, wo sie auch schon mehrmals eine Ausstellung gestaltete.

 
Margarete Day wurde am 10. Oktober 1923 in Binningen geboren und wuchs mit zwei älteren Schwestern in Dornach auf. Nachdem der Vater die Familie verlassen hatte, eröffnete ihre Mutter ein Coiffeurgeschäft. Sie sorgte allein und unter grossem Einsatz für ihre Töchter. Als für Margarete die Berufsfrage aufkam, war es klar, dass sie Coiffeuse erlernen sollte, um dann ins Geschäft der Mutter einzutreten.
Der Wunsch Malerin zu werden, war zu jener Zeit nicht realisierbar, aber in den freien Stunden nutzte sie jede Möglichkeit, mit Pinsel und Farbe die Umgebung malerisch zu erfassen. Ein grosses Erlebnis war die Begegnung mit der holländischen Malerin Louise van BIommestein. Durch sie wurde Margarete mit der Aquarellmalerei vertraut.
Es war ein ganz besonderes Glück für sie, später den Musiker Gabriel Day kennen zu lernen, die beiden heirateten am 10. November 1947 und zogen anschliessend nach Bern, wo Gabriel Day eine Anstellung im Symphonieorchester erhielt.
Neben dem Familienleben mit drei Kindern fand Margarete nicht mehr viel Zeit für ihre Kunst. Nach nur zehn Jahren Ehe erkrankte ihr Ehemann schwer. Es folgten Jahre der Hoffnung und Pflege, wobei die Malerin von ihren Kindern unterstützt wurde. Das Malen war während dieser Zeit eine Möglichkeit, das Leben neu zu gestalten, und eine Art der Verarbeitung.
Später begann Margarete Day wieder mehr zu malen und mit ihren Bildern an Gesamtausstellungen der «Vereinigung Künstler und Kunstfreunde Bern» teilzunehmen, erstmals an der Kollektivausstellung «Salon de Mai» 1971. Sie erhielt den «Stiftungspreis Architekt Schwaar» für das Bild «Kinder in der Grossstadt» und wurde darauf aufgefordert, alleine Ausstellungen durchzuführen. Ihre erste eigene Ausstellung in der Baumesse Bern fand 1972 mit Erfolg statt. Von da an stellte sie ihre Bilder beinahe jährlich aus, unter anderem in der «Trotte Arlesheim» (1987), im Timotheus-Zentrum Dornach (1988), im Atrium Reinach (1990), im Bärtschihus Gümligen (1996), in der Kirche Worb (2001) in der «Galerie S» der Schneider Farbwaren GmbH in Bern (2006) und im Scala Basel (2009).
Nach den ersten eigenen Ausstellungen folgte ein wichtiger Abschnitt im Leben von Margarete Day, in dem sie sich die Frage stellte, was sie mit dem Malen erreichen möchte. So informierte sie sich über die anthroposophische Maltherapie nach Margarethe Hauschka, absolvierte ein Praktikum für therapeutisches Malen bei Christel Suchantke in der Ita Wegmann Klinik in ArIesheim und besuchte regelmässig die Margarethe Hauschka - Schule in Bad Boll, Deutschland.
Ab 1971 unterrichtete sie körperlich und psychisch beeinträchtigte Menschen bei sich zu Hause und in einer Eingliederungsstätte für Behinderte im Malen. In einem Interview im «Bund» 1972 äusserte Margarete Day den Wunsch, mit Strafgefangenen zu arbeiten, da diese das Malen möglicherweise auch als eine Art Befreiung empfinden könnten. Kurz darauf wurde sie als erste Maltherapeutin in der Geschichte der Strafanstalt Thorberg angestellt. Margarete Day arbeitete auch in der Strafvollzuganstalt Witzwil und im Bezirksgefängnis Bern als Maltherapeutin. Dabei standen nicht nur Malen und Gestalten, sondern auch die Beantwortung von Fragen zum Leben im Vordergrund.
Diese Anstellungen führten zu drei ganz besonderen Erlebnissen. 1976 organisierte sie eine Ausstellung mit Werken der Gefangenen in der Schulwarte Bern «Kreatives Arbeiten in Thorberg - Strafgefangene stellen aus». Das Schweizer Fernsehen wurde darauf aufmerksam und gestaltete einen Beitrag zu Margarete Day. 1980 fand eine weitere Ausstellung mit Werken von Strafgefangenen aus dem Bezirksgefängis Bern, der Strafanstalt Thorberg und dem Eschenhof Witzwil in Bern statt.
Aufgrund des Fernsehbeitrags erhielt die Künstlerin später die Einladung des Kunstmuseums Bern, mit einer Gruppe von Drogenabhängigen aus der Strafvollzuganstalt Witzwil im Jahr 1981 ein Objekt zu entwickeln. Während zwei Wochen gestalteten drei Strafgefangene je 8 Bilder aus ihrem Leben, wobei sie von Margarete Day unterstützt wurden. Es entstand ein wandhohes Werk mit Dispersionsfarben, eingeteilt in verschiedene, individuell gestaltete Flächen.
«Die Reise ihres Lebens» führte Margarete Day 1983 nach Amerika. Sie gab für die «Anthropological Society in Hawaii » einen Malkurs in Honolulu, malte während einer «nice demonstration» in Florida ein Bild vor Live-Publikum und präsentierte eine eintägige Vorführung in einem Seminar mit Prof. Glass in Detroit. Insgesamt verbrachte sie 10 Wochen in den USA. Weitere Reisen führten sie nach Rumänien und Bulgarien, wo sie mit Fresken ausgemalte orthodoxe Klöster besuchte, und nach Spanien, wo sie drei Monate lang lebte. Für kurze Zeit richtete Margarete Day 1991 bei sich zu Hause in Bern eine Galerie ein, die an jedem ersten Sonntag im Monat für Besucherinnen geöffnet war. Dabei erzählte sie auch Märchen, zu denen sie ihre Märchenbilder auf Dias projizierte. Auch an speziellen Anlässen ausserhalb ihrer Galerie, unter anderem im Spiegel, in Aarberg, Liebefeld und Bern, präsentierte die Malerin ihre Märchenbilder.
Zwei Videokünstler, Max Quirin Scholl und Michael Scherling, gestalteten später DVDs, auf denen Margarete Day zu den gemalten Bildern und Musik die Märchen erzählt. Im Januar 2014 erscheint das Kinderbilderbuch «Die kleine Spinne Mia», das vom österreichischen Novum-Verlag publiziert wird. Im Rüttihubelbad fanden schon vier Ausstellungen mit Bildern von Margarete Day statt, die letzte im Jahr 2008 zu ihrem 85.Geburtstag..

 

 

21. Oktober bis 26. November

Ausstellung “Es geht auch anders”- Wirtschaft mit Mut, Leidenschaft und Menschlichkeit

Colora Seta AG und Mitwirkende

Die Textilindustrie. Behaftet mit Schlagwörtern wie Ausbeutung, Preisdruck, Billiglohnländer
und Krise. Doch es geht auch anders: Diese Ausstellung zeigt, wie es in der heutigen Zeit
möglich ist, Textilien fair und lustvoll zu produzieren. Begriffe wie „der faire Preis“,
Nachhaltigkeit und soziales Engagement lassen Sie für einmal nicht die Schattenseite der
Textilindustrie, sondern die leidenschaftlichen, menschlichen und freudigen Momente der
Branche erleben. Ohne mahnenden Finger zeigt diese Ausstellung auf, was jeder Einzelne tun
kann, damit die Textilindustrie aus der negativen Spirale sich wieder zurück in ein angesehenes
Handwerk entwickeln kann. Mit kreativen Workshops, anregenden Illustrationen, spannenden
Referaten und einer farbenfrohen Modeschau zum abschliessenden Höhepunkt, laden wir Sie
ein, in eine etwas andere Welt der Mode einzutauchen. Dabei ist nicht nur die modebewusste
Frau angesprochen, sondern jeder, der sich für eine faire und soziale Marktwirtschaft
interessiert. Lassen Sie sich überraschen!

Vernissage: Samstag, 21. Oktober, 17.00 Uhr

Modeschau: Samstag, 25. November, 20.00 Uhr

Die Ausstellung dauert vom 21. Oktober bis am 25. November 2017 und ist frei zugänglich

Workshops, Referate und Events entnehmen Sie bitte dem Spezialprogramm

Daniel Boillat, Bilder 9. Dezember bis 14. Januar 2018

Vernissage: Samstag, 9. Dezember 2017, 17:00 Uhr
Einführende Worte von Johannes Greiner
Die Ausstellung ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

 

Wenn Künstler bestrebt sind, Wahrbilder zu schaffen, kommen sie leicht in die Gefahr, Vorstellungen zu malen und ins Gleichnishafte, Symbolische abzugleiten. Damit verlassen sie dann die Sphäre der Kunst, in der das Gedankliche erlebbar erscheinen kann und nicht im Kopf gedacht werden muss. Daniel Boillat steht nie in dieser Gefahr, allegorisch oder symbolhaft zu werden. Seine Bilder sind immer durch und durch künstlerisch durchlebt. Alles kann erlebt werden, alles spricht zur Mitte. Der Intellekt kann schweigen und dem Gehör des Herzens Raum geben.

Johannes Greiner
Aus dem Buch „Wandlungen“ Betrachtungen zu den Bildern von Daniel Boillat
Novalis Verlag

Ueli Hofer, Scherenschnitte, Collagen und Objekte 20. Januar bis 4. März 2018

Die Ausstellung ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Bei Abendvorstellungen bleibt die Ausstellung geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

Der Künstler:

Ueli Hofer wurde 1952 in Lütiwil geboren, im Emmental, wo ihn die Natur zu schöpferischer Tätigkeit anregte. Nach der Prüfung zum Bäcker-Konditorenmeister schlug Ueli Hofer schon bald einen künstlerischen Weg ein. Erste Kleinode geschnittenen Papiers entstanden und in kurzer Zeit zeugten erfolgreiche Ausstellungen im In- und Ausland vom grossen Können des Autodidakten.

Öffnet Ueli Hofer heute seine Ateliertüren, weht daraus ein Wind von langem, entwicklungsreichem künstlerischem Schaffen. Spritziges, Unkonventionelles findet der Besucher in Form von Collagen. In ihnen lässt Hofer alles zu, vom Rost des Lebens bis zum letzten Wort.

In diese Richtung neu inspiriert hat ihn ein halbjähriger Aufenthalt in New York, den er im Jahr 03 als Kulturpreis des Kantons Bern empfangen konnte. Das Pulsierende dieser Stadt und das Finden von Merkwürdigkeiten in materieller und geistiger Richtung liessen ihn Idee um Idee umsetzen, so entstand zum Beispiel täglich ein spontanes Bild. Dem Spektrum von Kuriosität bis zu tiefgründiger menschlicher Erfahrung setzt Ueli Hofer nie Grenzen, alles darf sich zeigen und kombinieren. In dieser Weise erschafft Hofer auch seine Skulpturen aus Alteisen. Da werden grobe Haken mit feingeschwungenem Gitterwerk oder Figuren zusammen zu Objekten geschweisst, die noch Ewigkeiten überdauern werden.a

An Ausstellungen trifft man aber neben modernen Techniken auch immer wieder auf Scherenschnitte. Seiner eigenen Tradition treu bleibend, komponiert Ueli Hofer mit der Schere feinste und kostbarste Werke geschnittenen Papiers. Ausdrucksstark, mystisch und von unglaublicher Schönheit zeigt sich da das künstlerische Empfinden Hofers in Genauigkeit und es widerspiegelt das Können jahrelangen Eintauchens. Zentrale Themen und Fragen der menschlichen Psyche zwischen Leben, Traum und Tod werden in die Formen und die Vollkommenheit der Natur eingebettet.

Im Atelier Ueli Hofers findet man die gekonnte Paarung von langer Geschichte mit zeitgenössischer Präsenz

Andrea Schumacher, Bilder und Objekte. 13. April bis 30. Juni 2019

Vernissage: Samstag, 13. April 2019, 17:00 Uhr

Die Ausstellung ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Künstlerin schreibt über ihre Arbeit:

"Ich male nicht aus der Vorstellung, sondern aus der Empfindung heraus, was nach Beobachtung des Lichtes und der Farben im Tages- und Jahreslauf gereift ist. In meinen Bildern gibt es "nichts" zu sehen, sondern etwas zu erleben. Taucht der Betrachter in die Farben ein, kommt die Seele in Bewegung"